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Nepalesische WM-Mitarbeiter "systematisch ausgebeutet"

  • Veröffentlicht am
    17. Dezember 2017
  • Bild der Nachrichtenquelle
  • Kategorien:
    Schuldknechtschaft, Zwangsarbeit, Menschenhandel
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Amnesty International sagt, dass nepalesische Wanderarbeiter, die in Katar Austragungsorte für die Weltmeisterschaft 2022 bauen, „systematisch“ ausgebeutet werden. Eine neue Umfrage der Menschenrechtsorganisation ergab, dass zwei Drittel der Arbeitnehmer überhöhte oder illegale Anwerbungsgebühren gezahlt hatten.

The Guardian Berichte:

Die telefonische Umfrage unter 414 nepalesischen Wanderarbeitern ergab, dass 88 % für ihre Jobs im Ausland Gebühren an Vermittler zahlten. Die Gebühren waren angeblich so hoch, dass die Mehrheit mehr als die Hälfte des Betrags von Geldverleihern im Dorf leihen musste, wodurch sie sich verschuldeten.

Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer – 53 % – gaben an, niedrigere Monatsgehälter zu erhalten, als ihnen von Personalvermittlern versprochen wurde.

James Lynch, stellvertretender Direktor des Global Issues Program von Amnesty International, erklärte: „Nepalesische Wanderarbeiter werden systematisch und gnadenlos eingesetzt. Sie sind gezwungen, Kredite aufzunehmen, um die enormen Gebühren zu bezahlen, die Personalvermittlungsagenturen von ihnen verlangen, wenn sie im Ausland arbeiten. Sie sind so verschuldet, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als in Jobs zu bleiben, die sich oft als schlecht bezahlt oder gefährlich erweisen.“

Lynch fügte hinzu, dass auch die nepalesische Regierung teilweise für die schwache Durchsetzung des Gesetzes verantwortlich sei, das es diesen Personalvermittlungsagenturen ermögliche, Wanderarbeiter auszunutzen.

Auch die FIFA steht unter starkem Druck von Arbeitern und Aktivisten, sich mit der Ausbeutung von Wanderarbeitern auseinanderzusetzen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Kafala-System.

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