Die äthiopischen Behörden haben ein großes Netzwerk von Menschenhändlern zerschlagen, das für den Tod von über 100 Migranten verantwortlich gemacht wird. Der Operation ging eine jahrelange Untersuchung gegen ein kriminelles Syndikat voraus, das in ganz Ostafrika aktiv war. Die Behörden bezeichnen die Festnahmen als einen bedeutenden Durchbruch. Sie warnten jedoch auch, dass viele Verdächtige weiterhin flüchtig seien, da die Ermittlungen andauern.
Gewalt, Folter und Ausbeutung enthüllt
Laut offiziellen Angaben handelte es sich bei dem kürzlich aufgedeckten Menschenhändlernetzwerk um ein transnationales und hoch organisiertes Netzwerk. Die Täter rekrutierten Opfer aus verschiedenen Ländern, darunter Äthiopien, Sudan und Eritrea, und brachten sie anschließend über gefährliche Migrationsrouten nach Libyen.
Experten, die mit dem Fall befasst sind, sagten Info Migranten:
Nachdem die Migranten in Libyen gestrandet waren, wurden sie von der skrupellosen Gruppe von Schleusern in Lagerhallen als Geiseln gehalten. Laut Polizeiberichten forderten die Schleuser von ihren Familien hohe Geldsummen, nur um vor Foltermethoden verschont zu werden.
Die Gruppe soll seit 2018 mehr als 3,000 Menschen verschleppt und dabei vor allem junge Migranten auf dem Weg nach Europa ins Visier genommen haben. Insgesamt brachten die Ermittler das Netzwerk mit über 100 Todesfällen in Verbindung. Viele davon ereigneten sich während der Haft oder auf der Reise nach Norden in Richtung Mittelmeer.
Unmenschliche Handlungen und Verlust von Menschenleben
Die im Rahmen der Ermittlungen befragten Überlebenden zeichneten ein erschreckendes und brutales Bild der Vorgehensweise des Netzwerks. Während ihrer Gefangenschaft in Lagerhallen und provisorischen Gefängnissen waren die Opfer extremer Gewalt ausgesetzt. Einige wurden geschlagen, angekettet oder dem Hungertod ausgesetzt, andere gefoltert, um ihre Familien zur Zahlung von Lösegeld zu zwingen. Frauen waren zusätzlichen Gefahren ausgesetzt. Laut den Behörden wurden mindestens 50 Frauen während ihrer Gefangenschaft sexuell missbraucht.
Die Behörden berichteten:
Die begangenen unmenschlichen Taten führten zum Verlust vieler Menschenleben sowie zu schweren körperlichen und psychischen Traumata. Diejenigen, deren Angehörige nicht zahlten, erhielten lediglich eine karge Mahlzeit am Tag, wurden geschlagen und mit Gummi- oder Elektrokabeln gepeitscht und an Händen und Füßen gefesselt.
Finanzermittlungen lassen darauf schließen, dass die Operation Millionen von Dollar einbrachte, was das Ausmaß des kriminellen Unternehmens unterstreicht. In einer Polizeimitteilung wurden die Operationen als Teil eines kürzlich aufgetretenen Musters beschrieben. Ein Muster von Migranten, die Opfer von Menschenhandel werden, wurde als Geisel gehalten und misshandelt bis Zahlungen erfolgenUnd diejenigen, die nicht zahlen können, sehen sich eskalierender Gewalt – und in manchen Fällen dem Tod – ausgesetzt.
Ein umfassenderes System der Ausbeutung – aber Sie können helfen
In diesem Fall nahm die Polizei den mutmaßlichen Anführer und mehrere Komplizen fest. Der Fall verdeutlicht jedoch die weitreichenden Risiken, denen Migranten auf den Routen nach Ostafrika ausgesetzt sind. Libyen bleibt ein wichtiger Transitknotenpunkt, an dem Schleusernetzwerke oft ungehindert operieren. Diese Netzwerke profitieren von der Verzweiflung der Migranten. Ihnen wird häufig eine sichere Passage nach Europa versprochen, nur um dann in einen Kreislauf aus Ausbeutung, Erpressung und Missbrauch zu geraten.
Trotz der gravierenden Misshandlung von Migranten in Libyen unterstützen die EU und ihre Mitgliedstaaten dieses ausbeuterische Haftsystem weiterhin, indem sie den libyschen Behörden finanzielle und technische Hilfe leisten. Unterstützen Sie Freedom United und unterzeichnen Sie unsere Petition, die die EU auffordert, die Unterstützung moderner Sklaverei in Libyen zu beenden. Handeln Sie jetzt! Unterschreiben Sie die Petition.
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