*Triggerwarnung: Beschreibungen schwerer körperlicher Misshandlung
Ein Gericht in Großbritannien verurteilte kürzlich eine Frau, die eine andere Frau 25 Jahre lang in moderner Sklaverei gehalten hatte. Die Ausbeutung kam vor vier Jahren ans Licht, als eines der leiblichen Kinder die Behörden informierte. Aufgrund von Berichterstattungsbeschränkungen konnte die Presse jedoch erst jetzt über die Details des Falls berichten.
Dicke Hornhautstellen durch ständiges Reinigen
Eine Frau, die vor Gericht als K identifiziert wurde, war 16 Jahre alt, als sie bei Mandy Wixon, einer zehnfachen Mutter, einzog. In den folgenden 25 Jahren, so die Staatsanwaltschaft, war sie anhaltendem Missbrauch und Zwangsarbeit im Haus der Familie ausgesetzt.
K durfte das Haus nicht verlassen und hatte nur eingeschränkten Zugang zu Nahrungsmitteln. Beamte beschrieben ihr Schlafzimmer als einer Gefängniszelle ähnlich, während das restliche Haus als schmutzig und unordentlich beschrieben wurde. Die vor Gericht vorgelegten Beweise zeigten, dass sie regelmäßig gezwungen wurde, über längere Zeiträume auf Händen und Knien zu putzen, was zu großen Schwielen an ihren Füßen und Knöcheln führte.
Die Misshandlungen waren sowohl körperlicher als auch strafender Natur. K wurde regelmäßig geschlagen, unter anderem mit einem Besenstiel so heftig, dass ihr die Zähne ausgeschlagen wurden. Vor Gericht wurde ausgesagt, dass ihr Bleichmittel ins Gesicht gespritzt und Spülmittel in den Hals gespritzt wurde, als Strafe für vermeintlichen Ungehorsam. Als die Polizei sie schließlich fand, dokumentierten die Beamten Narben an ihren Lippen und im Gesicht, die auf chemische Verbrennungen hindeuteten.
Nachdem sie ihre anfängliche Angst überwunden hatte, erzählte K den Beamten, die sie gefunden hatten, davon, so die Aussage. BBC:
Ich will nicht hier sein. Ich fühle mich nicht sicher. Mandy schlägt mich ständig. Das gefällt mir nicht.
Dem Fall ist eine „dickensche Qualität“ anzumerken.
Während des Verfahrens kommentierte das Gericht die schockierenden, an Dickens erinnernden Züge des Falls. Zum Glück für K und alle Betroffenen wurde Wixon wegen Freiheitsberaubung, Nötigung zu Zwangsarbeit und Körperverletzung verurteilt. Sie wurde gegen Kaution auf Bewährung freigelassen und soll im März verurteilt werden. Während Wixons Strafe noch aussteht, ist K nun frei, baut sich ein neues Leben auf und blüht auf.
Laura Burgess, eine leitende Staatsanwältin des Crown Prosecution Service, teilte mit:
Die Fortschritte, die sie seit ihrer Befreiung aus diesem repressiven Umfeld gemacht hat, zeugen von ihrer Stärke.
K, mittlerweile in ihren Vierzigern, lebt bei einer Pflegefamilie. Sie studiert und konnte bereits Auslandsaufenthalte genießen. Ihr Umfeld beschreibt sie als jemanden, der nun ein glückliches Leben führt.
Burgess äußerte sich weiterhin zu Ks Fortschritten und dem Schuldspruch wie folgt:
Unsere Gedanken sind weiterhin bei (K), während sie versucht, ihr Leben wieder aufzubauen, und ich hoffe, dass sie etwas Trost darin findet, dass heute Gerechtigkeit geübt wurde.
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Man neigt leicht dazu, anzunehmen, dass in einem Haushalt alles in Ordnung ist, und übersieht dabei die Anzeichen von Unterdrückung und Misshandlung hinter verschlossenen Türen. Oftmals lesen die Menschen nicht zwischen den Zeilen, zumal die Opfer völlig isoliert und ständig verängstigt sind. Gott segne K, und wir alle müssen proaktiver sein und uns die nötige Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass niemand still um Hilfe fleht.
Es ist absolut entsetzlich, dass ein Mensch solch eine Misshandlung erleiden musste. Gerechtigkeit ist jedoch geschehen, und ich hoffe, die Überlebende findet Liebe und Glück in ihrer Zukunft. Es bricht mir das Herz, dass eine junge Frau 25 Jahre lang solch abscheuliche und unverhohlene Misshandlungen ertragen musste. Alles Gute für ihre Zukunft!
Dieser Bericht ist so ergreifend. Wie sie mit 40 Jahren ihr Leben wieder in den Griff bekommt und eine Pflegefamilie akzeptiert, grenzt an ein Wunder. Dass jemand bereit ist, ihr einen Neuanfang zu ermöglichen, ist ein Wunder.
Ich genieße die Feiertage… wunderbar. Und all jenen, die sich in diesem Fall dafür eingesetzt haben, dass Wixon ihren verdienten Tag erlebt, ziehe ich meinen Hut.
Vielen Dank, dass Sie diese tragischen Geschichten erzählt haben.
Gott sei Dank ist sie da raus. Schade, dass es so lange gedauert hat, bis es ans Licht kam.