Die spanische Polizei hat bei einer Razzia über 300 mutmaßliche Opfer eines Schleuserrings identifiziert. Elf Bandenmitglieder wurden festgenommen, und die Behörden gehen von weiteren Festnahmen aus. Die Razzia verdeutlicht, dass Migranten, in diesem Fall Nepalesen, gezielt nach Spanien geschleust werden. Europa im weiteren Sinne als Teil eines wachsenden Netzes von Arbeitsausbeutungssystemen.
Die Definition von moderner Sklaverei
Sie reisten mit einem Touristenvisum ein und wurden anschließend mit Bussen in ländliche Gebiete gebracht, um dort in der Landwirtschaft zu arbeiten. Laut Polizeiangaben wurden die bei einer kürzlich durchgeführten Razzia aufgegriffenen nepalesischen Migranten gezwungen, unter sklavenähnlichen Bedingungen zu leben. Viele arbeiteten illegal zwölf Stunden am Tag für einen Hungerlohn. Schlimmer noch: Manchmal erhielten sie gar keinen Lohn.
Die spanische Polizei teilte mit, dass Infomigranten und Journalisten:
Die gefundenen Migranten waren in schlecht belüfteten Räumen zusammengepfercht, einige von ihnen schliefen auf dem Boden, mussten aber trotzdem überhöhte Gebühren für Miete, Transport und Verpflegung zahlen.
Die Polizei berichtete außerdem, dass die Migranten nur eingeschränkten Zugang zu Toiletten hatten und beschrieb die Lebensbedingungen als „völlig unwürdig und unmenschlich“. Laut Zeugenaussagen eines Überlebenden soll mindestens ein Nepalese ums Leben gekommen sein. Die Transporter, mit denen die Arbeiter transportiert wurden, entsprachen nicht den grundlegendsten Sicherheitsstandards, so die Polizei. Der getötete Arbeiter kam bei einem von mehreren gemeldeten Unfällen mit diesen unsicheren Transportern ums Leben.
Die Voraussetzungen für Ausbeutung schaffen
Laut Weltbank leben über 20 % der nepalesischen Bevölkerung in Armut. Daher suchen immer mehr Nepalesen Arbeit im Ausland. Doch für viele ist es unmöglich, eine offizielle Arbeitserlaubnis zu erhalten. Dies zwingt Männer, Frauen und mitunter auch Kinder dazu, Arbeitsangebote anzunehmen, die zu moderner Sklaverei führen können. Polizeiberichte aus Nepal belegen, dass 78 % der Opfer von Menschenhandel weiblich und 22 % männlich sind. Tragischerweise ist mindestens ein Viertel der Opfer kinderlos.
Die IOM erklärte:
Undokumentierte Migranten sind besonders anfällig für Menschenhandel. Sie werden dann möglicherweise zur Arbeit in Bordellen gezwungen, Kinder werden zur Arbeit in Zirkussen und Kohlebergwerken gezwungen, und Männer werden wegen ihrer Körperteile gehandelt.
Laut IOM gibt es Hinweise darauf, dass viele Wanderarbeiter irreguläre Wege nutzen, um im Ausland Arbeit zu finden. Ohne Arbeitserlaubnis sind sie einem höheren Risiko von Menschenhandel und Ausbeutung ausgesetzt. Aufgrund der Natur des Menschenschmuggels ist es schwierig, genaue Zahlen darüber zu ermitteln, wie viele Menschen über irreguläre Wege Arbeit suchen. Jüngste Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass etwa die Hälfte aller nepalesischen Familien auf finanzielle Unterstützung von Verwandten im Ausland angewiesen ist. Tatsächlich machten die Überweisungen von im Ausland arbeitenden Nepalesen im Jahr 2018/19 etwas mehr als ein Viertel des gesamten Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes aus.
Was ist also die wichtigste Erkenntnis zum Thema Menschenhandel?
Erst vor einem Monat beteiligte sich die spanische Polizei an einer länderübergreifenden Europol-Operation gegen Menschenhandel. Im Rahmen dieser gemeinsamen Aktion wurden 404 Migranten, die Opfer von Arbeitsausbeutung wurden, und 93 mutmaßliche Täter in 32 Ländern aufgedeckt.
Bei einer gemeinsamen Aktion auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Sevilla wurde ein nepalesisches Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung identifiziert. Das Opfer lebte unter unmenschlichen, unhygienischen und überfüllten Bedingungen.
Infolge dieser Razzia leiteten die Arbeitsbehörden drei weitere Ermittlungen ein, da weitere Migranten ohne gültige Papiere und Arbeitsverträge angetroffen wurden. Die Verhaftungen der letzten Monate allein in Spanien verdeutlichen das zunehmende Ausmaß der Ausbeutung aufgrund unsicherer Migrationspolitik und -gesetze. Schließen Sie sich unserer Stimme an! Unterschreiben Sie unsere Petition Wir fordern alle Regierungen auf, feindselige Einwanderungspolitiken zu beenden, die lediglich dazu dienen, Ausbeutung zu verewigen.
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