Memorys Kampf gegen Zwangsheirat von Kindern in Malawi – FreedomUnited.org

Memorys Kampf gegen Zwangsheirat von Kindern in Malawi

  • Veröffentlicht am
    10. Mai 2024
  • Bild der Nachrichtenquelle
  • Kategorien:
    Anti-Sklaverei-Aktivisten, Zwangsverheiratung
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Memorys Leben veränderte sich unwiderruflich, als ihre jüngere Schwester, gerade einmal 11 Jahre alt, zur Ehe mit einem Mann in den Dreißigern gezwungen wurde, der sie geschwängert hatte. Dieser Moment zerstörte ihre enge Bindung und löste bei Memory einen lebenslangen Kampf gegen Kinderheirat in ihrer Heimat Malawi aus. Sie sprach mit dem New York Times über ihre Arbeit.

Von der persönlichen Erfahrung zur nationalen Bewegung

Die erzwungene Kinderheirat ihrer Schwester hat das Gedächtnis tief berührt und die düstere Realität deutlich gemacht, dass 37.7 % der Mädchen in Malawi heiraten, bevor sie 18 Jahre alt werden. Im ländlichen Malawi ist es Tradition, dass Mädchen nach Erreichen der Pubertät oft in „Initiationslager“ geschickt werden, wo sie wochenlang bleiben und lernen über Mutterschaft und wie man einen Mann sexuell befriedigt. Memory erkannte die Rolle solcher kulturellen Praktiken und begann bereits im Alter von 13 Jahren, diese schädlichen Traditionen in Frage zu stellen. Mit Hilfe des Girls Empowerment Network mobilisierte sie einheimische Mädchen, um Reformen und bessere Bildungschancen zu fordern. Diese Partnerschaft bildete das Rückgrat einer Bewegung, die darauf abzielte, gesellschaftliche Normen zu verändern und junge Mädchen vor Zwangsverheiratungen zu schützen. Im Jahr 2015 wurde in Malawi sogar die Kinderheirat verboten.

„Unsere Kampagne war sehr wirkungsvoll, weil wir Mädchen zusammenbrachten, die ihre Geschichten aus gelebten Erfahrungen erzählten. Von da an wollten viele Menschen einfach Teil der Bewegung sein und etwas ändern, nachdem sie die deprimierenden Geschichten der Mädchen gehört hatten.“ – Erinnerungsbanda

Durch Aktivismus Veränderungen ermöglichen

Die Arbeit von Memory mit dem Girls Empowerment Network löste bedeutende Veränderungen aus. Ihre Kampagne „Ich werde heiraten, wann ich will“ war ausschlaggebend für die Veränderung der öffentlichen Meinung und gesetzgeberischer Maßnahmen. Der Erfolg der Kampagne verdeutlichte die Macht der kollektiven Stimme, insbesondere wenn sie von denjenigen getragen wird, die direkt von dem Problem betroffen sind. Heute setzt Memory ihre Interessenvertretung mit ihrer Foundation for Girls Leadership fort, mit dem Ziel, die nächste Generation malawischer Mädchen auszubilden und zu stärken. Ihre Bemühungen unterstreichen eine wichtige Wahrheit: Dauerhafte Veränderungen erfordern nicht nur Gesetze, sondern auch einen Wandel der gesellschaftlichen Einstellungen und Bildungschancen für Mädchen.

„Ich möchte, dass Kinder bereits in jungen Jahren ihre Rechte kennen. Wenn wir eine bessere Zukunft gestalten wollen, ist diese Gruppe unsere Zielgruppe. Ich möchte nur, dass Mädchen in einer gleichberechtigten und sicheren Gesellschaft leben.“ – Erinnerungsbanda

Durch ihre Führung und ihr Engagement kämpft Memory Banda nicht nur für die verpassten Chancen ihrer Schwester, sondern auch für eine Zukunft, in der jedes Mädchen in jungen Jahren mehr als nur die Ehe anstreben kann. Ihre Frage bleibt ergreifend: „Ist das zu viel verlangt?“ Wir stellen uns die gleiche Frage. Kommen Sie vorbei Unterzeichnen Sie unsere Petition zur Beendigung der Kinderehe auf der ganzen Welt!

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