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Wie eine Änderung der britischen Drogengesetze die Ausbeutung von Kindern verhindern könnte

  • Veröffentlicht am
    3. April 2023
  • Bild der Nachrichtenquelle
  • Kategorien:
    Kindersklaverei, Menschenhandel, Recht und Politik
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Das Vereinigte Königreich kämpft mit einer ernsten Krise der Kinderausbeutung, wobei bereits siebenjährige Kinder an vorderster Front bei Aktivitäten von Drogenbanden und Revierkämpfen eingesetzt werden. 

Die Ausbeutung von Kindern durch Drogendealerbanden – eine Praxis, die als „County Lines“ bekannt geworden ist – wird immer häufiger. 

Viele Experten und Aktivisten glauben, dass die Drogengesetze und -richtlinien des Landes das Problem anheizen. 

Ein wachsendes Problem

Während das genaue Ausmaß des Problems unbekannt ist, schätzt eine Studie aus dem Jahr 2018, dass 50,000 Kinder aus dem ganzen Land betroffen waren. 

Das Innenministerium hatte zwischen April und Juni letzten Jahres 589 Verweise auf Bezirksgrenzen, was die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2009 darstellt. 

Das Trauma, das Kindern in diesen Situationen zugefügt wird, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Opfer sind extremer Brutalität ausgesetzt. openDemocracy zitiert den ehemaligen Undercover-Drogenagenten Neil Woods:

 Die Persönlichkeit junger Menschen wird dauerhaft verändert, um in dieser halsabschneiderischen Welt zu überleben. Und es verändert das gesamte Sozialsystem, in dem diese Kinder agieren.

Die Pandemie und die britische Drogenpolitik als Haupttreiber

Experten führen den Anstieg der Fälle teilweise auf die Pandemie zurück. Gefährdete Kinder brauchten mehr Geld für Essen und Kleidung und verbrachten viel Zeit online, während sie allein zu Hause waren, was sie zu Zielen für die Pflege über soziale Medien machte. 

Aber der größte Treiber für die Ausbeutung von Bezirksgrenzen ist laut Woods die britische Drogengesetzgebung. 

In einem neuen Film, der für die Transform Drug Policy Foundation (TDPF) gedreht wurde, argumentiert Woods, dass Polizeiaktionen gegen Drogendealer Gangs dazu veranlasst haben, mehr Kinder zu benutzen. 

Gangs benutzen Kinder, weil sie leichter zu manipulieren sind als Erwachsene. Sie geben auch seltener Informationen an die Polizei weiter. 

Auch Strafvorschriften spielen eine Rolle. Die Polizei kann die Androhung einer Gefängnisstrafe nutzen, um einen Erwachsenen davon zu überzeugen, Informationen über Bandenaktivitäten und die Identität der Mitglieder preiszugeben, während die Behörden bei Minderjährigen nicht über die gleiche Verhandlungsmacht verfügen. 

Auf dem Weg zu einer Lösung

Um mehr Kinder vor Ausbeutung zu schützen, muss die Regierung laut Woods die volle Kontrolle über den Drogenmarkt übernehmen.

Als Beispiel nennt er die Schweiz, wo seit den 1990er Jahren Heroin verschrieben wird. Die Ergebnisse waren äußerst positiv: Todesfälle durch Überdosierung sind um 50 % zurückgegangen, neue Benutzer um 80 % und kritisch: „Es gibt keine Kinderdealer“.

Malta und Uruguay bieten vielversprechende Fallstudien für die Legalisierung von Cannabis. Beide haben gemeinnützige Genossenschaften, die eine „kommerzielle Eroberung“ des Marktes wie in den USA vermeiden 

Die sich ändernde öffentliche Meinung deutet darauf hin, dass solche Änderungen möglich sein könnten: Im Jahr 2019 zeigte eine YouGov-Umfrage, dass 53 % der Befragten die Legalisierung von Cannabis befürworteten. 

Obwohl solche Programme nicht perfekt sein werden, besteht das Ziel darin, die Verwendung mit hohem Risiko zu mildern und gleichzeitig die zerstörerischen Auswirkungen des illegalen Handels, einschließlich der Ausbeutung von Kindern, zu verringern. 

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