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Taiwans Offshore-Windboom sieht sich mit Vorwürfen der Arbeitsausbeutung konfrontiert

  • Veröffentlicht am
    9. Februar 2026
  • Bild der Nachrichtenquelle
  • Kategorien:
    Schuldknechtschaft, Lieferkette, Technologie & Werkzeuge
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Taiwans Offshore-Windindustrie hat sich rasant entwickelt. Vor zehn Jahren existierte sie kaum. Heute ist Taiwan der größte Offshore-Windmarkt Asiens außerhalb Chinas. Globale Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien sowie Regierungen in Europa und Asien sind stark engagiert. Doch während entlang Taiwans Westküste immer mehr Windkraftanlagen in den Himmel ragen, beklagen Wanderarbeiter, dass der Boom der sauberen Energie seinen Preis hat – einen Preis, der alle Merkmale moderner Sklaverei aufweist.  

Einbehaltene Löhne und Zwangspraktiken 

Der Bau von Offshore-Windparks erfordert hohe Investitionen und zahlreiche Arbeitskräfte. Doch Wanderarbeiter, die in Taiwan für große globale Anbieter erneuerbarer Energien arbeiten, berichten, dass sie Tausende von Dollar an Vermittlungsgebühren zahlen mussten, um überhaupt eine Stelle zu bekommen. Viele nahmen hohe Kredite auf. Dadurch traten sie ihre Arbeit bereits verschuldet an.

Ein vietnamesischer Arbeiter, der von Der Diplomat beschrieb die Belastung: 

Ich habe mein gesamtes Erspartes verschuldet, um die Vermittlungsgebühr von 5,300 Dollar zu bezahlen. Meine Familie hatte keine Ersparnisse. Da ich das Geld nun in Raten zurückzahle, zahle ich auch noch Zinsen.

Arbeiter berichteten von Gebühren zwischen 5,000 und 6,000 US-Dollar – das entspricht einem Jahresverdienst in Vietnam. Mehrere gaben an, gezwungen worden zu sein, Dokumente zu unterschreiben, in denen die tatsächlich gezahlten Beträge niedriger angegeben wurden. Wichtig ist, dass Vermittlungsgebühren nach internationalen Arbeitsnormen verboten sind. Offshore-Windparkentwickler und Exportkreditagenturen verpflichten Personalvermittler angeblich zu einer Gebührenfreiheit. Dennoch berichten Arbeiter, dass diese Praxis weiterhin besteht.

Viele Arbeiter berichteten, dass ihre Löhne auf gesperrte „Sparkonten“ eingezahlt wurden. Auf diese Konten hatten sie erst Zugriff, nachdem ihre Verträge ausgelaufen waren. Auch von einbehaltenen Pässen, Geldstrafen, Verwarnungen oder Abschiebungsdrohungen wegen Fehlern in der Produktion wurde häufig berichtet.  

Pater Peter Nguyen Van Hung, der sich seit langem für Wanderarbeiter in Taiwan einsetzt, erklärte das Ungleichgewicht: 

Wenn Arbeitgeber behaupten, dass Wanderarbeiter bestimmten Praktiken freiwillig zustimmen, ist es wichtig zu erkennen, dass die Arbeiter selten das Gefühl haben, eine echte Wahl zu haben, da ihr Rechtsstatus, ihr Lebensunterhalt und ihr tägliches Überleben stark von der Gnade des Arbeitgebers abhängen.

Befürworter betonen, dass Arbeitnehmer aufgrund der Abhängigkeit ihrer Visa, ihrer Unterkunft und ihres Aufenthaltsstatus von ihren Arbeitgebern keine wirkliche Verhandlungsmacht besitzen. Das bedeutet, dass als „freiwillig“ bezeichnete Vereinbarungen möglicherweise keine echte Zustimmung widerspiegeln. 

Windboom steht vor einer Bewährungsprobe für Arbeitnehmerrechte 

Die Offshore-Windprojekte in Taiwan sind maßgeblich auf Milliarden-Dollar-Garantien von Exportkreditagenturen aus Dänemark, Norwegen, Belgien, Kanada, Japan und anderen Ländern angewiesen. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe der Arbeitsausbeutung leitete die dänische Exportkreditagentur EIFO eine formelle Überprüfung ein. Beamte besuchten Taiwan und bestätigten mögliche Bedenken hinsichtlich der Arbeitsrechte. Auch Norwegen und Belgien kündigten Maßnahmen an.  

EIFO sagte: 

…gemeinsam mit unseren Partnern und anderen Exportkreditagenturen werden wir Möglichkeiten prüfen, um ein gemeinsames, erweitertes Audit der Arbeitsrechte relevanter Lieferanten einzuleiten. 

Derzeit laufen Gespräche über gemeinsame Arbeitsprüfungen bei Zulieferern. Auch das taiwanesische Wirtschaftsministerium hat seine Unterstützung zugesagt. Experten würden die Zulieferer bei der Überprüfung ihrer Rekrutierungs- und Beschäftigungspraktiken unterstützen. Letztendlich steht Taiwans Offshore-Windsektor, wie auch andere Branchen, an einem Scheideweg. viele Initiativen für saubere Energie. Die globaler Übergang zu erneuerbaren Energien Es ist dringend notwendig. Der Übergang zu sauberer Energie darf jedoch nicht auf dem Rücken ausgebeuteter Arbeiter erfolgen. Für Migranten, die auf der Suche nach Chancen hierherkommen, sollte der Wandel nicht nur saubere Energie, sondern auch die Befreiung von moderner Sklaverei ermöglichen. Und es geht nicht nur um Windparks. Solarpaneele und Elektroautos Dies hat auch seinen Preis: Menschenleben.

Fügen Sie Ihre Stimme und Klimagerechtigkeit fordern, ohne den hohen Preis moderner Sklaverei. Denn der gerechte Übergang zur Klimakrise sollte den Kampf gegen moderne Sklaverei fördern und nicht die Ausbeutung weiter anheizen.

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Ava Bennett
Ava Bennett
Vor 4 Tagen

Dies ist ein ernüchternder Blick auf die „versteckten“ menschlichen Kosten der Energiewende. Offshore-Windkraft als vermeintlichen Gewinn für die Umwelt zu befürworten, ist leicht, doch wie der Artikel aufzeigt, dürfen wir die Ausbeutung von Arbeitskräften in der Lieferkette nicht ignorieren. Das erinnert mich an die Sorgfaltsprüfung, die wir derzeit für … durchführen. Hausrenovierung in New YorkWir haben wochenlang die Auftragnehmer sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass sie faire Arbeitsbedingungen und ethische Beschaffungsmethoden anwenden.

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