Sechs Jahre nach einer Razzia in der Fabrik, die sie in Südafrika betrieben, befand ein südafrikanischer Richter sieben chinesische Staatsbürger des Menschenhandels und der Entführung für schuldig. Die Razzia erfolgte aufgrund eines Hinweises eines entflohenen Arbeiters. Dank dieses Hinweises wurden vier Männer und drei Frauen in 156 der 160 gegen sie erhobenen Anklagepunkte verurteilt und müssen nun mit einer 20-jährigen Haftstrafe rechnen.
Versteckt und gefangen bei der Arbeit
Vor sechs Jahren deckte die Polizei schwere Ausbeutung der Arbeitskräfte in einer Fabrik auf. Dort wurden 91 malawische Staatsbürger – darunter 37 Kinder – gezwungen, sieben Tage die Woche in 11-Stunden-Schichten ohne Ausbildung oder Sicherheitsausrüstung zu arbeiten.
Die BBC Berichten zufolge sagte einer der Männer aus der Fabrik aus:
„…den Arbeitern war es nicht gestattet, das schwer bewachte Fabrikgelände zu verlassen, nicht einmal, um Lebensmittel zu kaufen, die er als schmutzig und für den Menschen ungeeignet beschrieb.“
Das südafrikanische Arbeitsrecht begrenzt die Arbeitszeit auf neun Stunden pro Tag. Es garantiert zudem eine wöchentliche Ruhezeit von mindestens 36 aufeinanderfolgenden Stunden. Dennoch erhielten diese Arbeiter weit weniger als den Mindestlohn von 1.64 Dollar (1.22 Pfund) pro Stunde. Zudem führte jede freie Minute zu weiteren Abzügen von ihrem ohnehin schon mageren Lohn.
Dreifacher Menschenhandel
Südafrika ist laut der Regierung „Quelle, Transit und Ziel“ für Menschenhandel. Und als solches ist es ein Hauptanliegen im Land. Regierungssprecher Phindi Mjonondwane sagte zu dem Urteil, er glaube, das Urteil werde helfen Sie, ihren Kampf gegen den Menschenhandel zu stärken.
Mjonondwane erklärte weiter:
„Menschenhandel ist in unserem Land zu einer Plage geworden. Wir sind aus verschiedenen Gründen, unter anderem wegen unserer durchlässigen Grenzen, zu einem Ziel für Menschenhandel geworden.“
Auch das Arbeitsministerium begrüßte die Urteile. Es war an der Razzia beteiligt, die zu dem Urteil des Gerichts führte. Unter Hinweis auf die erfolgreiche Verurteilung forderte es eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Ministerien, da dies entscheidend sei, um „all diese Probleme auszumerzen“.
Freedom United schließt sich dem Aufruf des US-Arbeitsministeriums zu mehr Kooperation und Zusammenarbeit an – nicht nur zwischen den Ministerien, sondern auch über Grenzen und Ozeane hinweg. Nur gemeinsam können wir die moderne Sklaverei beenden.
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